FC Golinar W'tal - VfL Velbert 94 1:1

Ligaspiel, 12.04.2019 19:45

Spielbericht

Am 8. Spieltag wurde die Topbegegnung zwischen Tabellenführer FC Golinar Wuppertal und dem Tabellenzweiten VfL Velbert 94 angepfiffen. Voller Vorfreude reisten die Gäste zur besten Freitagszeit zum Eschenbeek, aber mit reichlichen Personalproblemen. Neben den Langzeitverletzten (Strunz, Rose, Kraaß, Fischer) fehlten zusätzlich noch Gladbach, Karoui, und Corsten. Auf Wilton (englische Hochzeit) und Goalie Demmig konnte Coach Vössing ebenfalls nicht zurückgreifen. Bastian Honnacker vertrat Demmig zwischen den Pfosten, der sich auf ein Gruselabenteuer in Nürnberg einließ. Da auch noch Benjamin Sailer kurzfristig verschnupft ausfiel, wählte der Nevigeser Übungsleiter die defensivere Variante und positionierte vor Honnacker eine Art Fünferkette mit Alexander Reuter, Sebastian Hahn, Marius Swieca, Franz Krassa und Andreas Schellenberg. Im defensiven Mittelfeld fand sich mit zerstörerischer Ausrichtung Rafael Kubitza neben David Meister wieder, Serkan Karademir und Arthur Polit unterstützen Carsten Leu.

Die Gäste kamen gegen ebenfalls geschwächte Wuppertaler besser ins Spiel und trotzten zunächst die schlechten Ball- sowie Platzverhältnisse. Schon nach vier Minuten brach David Meister mittig durch und prüfte den Torwart ernsthaft. Der Mittelfeldmotor legte in der Box das Leder auf seinen stärkeren Schlappen und schlenzte in Richtung Winkel. Eine Wahnsinnsparade verhinderte eine schnelle Gästeführung (4.). Auch die darauffolgende Ecke von Meister strahlte immense Gefahr aus. Karademir schraubte sich am Fünfmeterraum in die zweite Etage und überwand den Torwart. Ein Verteidiger verhinderte auf der Linie den Einschlag (5.). Das sollte überraschenderweise auch die letzte gute Möglichkeit im ersten Abschnitt sein. Eine weitere Chance wurde unterbunden. Nach Foulspiel an Karademir blieb der Elfmeterpfiff aus. Fortan agierten die Gäste nur noch rege und waren nicht mehr als stets bemüht. Ein taktischer sowie spielstarker Gegner erkannte das schnell und stellte den VfL nicht nur einmal vor ernsten Problemen. Besonders nach Standartsituationen präsentierten sich die Domstädter in der Defensive eklatant. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld verlor der VfL die Zuordnung. Ein völlig verwaister Athlet aus Wuppertal nahm aus neun Metern sehr genau Maß und köpfte das Leder vom Innenpfosten aus unhaltbar in die Maschen – 1:0 (11.). Golinar blieb auch in der Folgezeit spielbestimmend und hätte nach weiteren Standardsituationen erhöhen können. Zuerst griff Honnacker nach einem Freistoßpfund beherzt zu (15.), zehn Zeigerumdrehungen später brannte der Nevigeser Strafraum nach einer Ecke erneut lichterloh. Im letzten Moment verhinderte ein Abwehrbein den möglichen Einschlag und klärte auf Kosten einer weiteren Ecke (20.). Bis zur Halbzeit spulte der VfL in nahezu allen Bereichen eine grausame Art herunter. Neben ständiger Orientierungslosigkeit ließ der wirkliche Wille einiges vermissen. Auch die Laufbereitschaft ließ vieles zu wünschen übrig und ermöglichte dem Gastgeber einfaches Spiel. Bastian Honnacker ließ aber kein zweites Tor zu und hielt sein Team wacker im Spiel. Alleine die Aktion vor der Halbzeitpause war das Eintrittsgeld wert. Zweimal rettete der Ausnahmekicker aus kurzer Distanz (38.).

Der sonst immer gutgelaunte Coach eckte mit forschen Worten an und appellierte an seine Elf. Ein Umstellen war aufgrund des kollektiven Ausfalls nahezu unmöglich. Lediglich Polit und Schellenberg tauschten ihre Positionen. Der VfL kam etwas gewillter aus den Katakomben und presste zu Beginn früh. Meister lief den unter Druck stehenden Torwart an und zwang ihn dadurch zu einer unsauberen Ballbehandlung. Karademir eilte hinzu und blieb in der nächsten Situation erster Sieger. Alex Reuter hatte final wenig Mühe, das Leder aus 30 Metern ins verwaiste Tor zu heben – 1:1 (41.). Fortan wurde es hitziger, weil der Gastgeber mit der Entscheidung nicht einverstanden war. Beide Kontrahenten duellierten sich nun auf Augenhöhe. Auch der Schiedsrichter musste stets auf Betriebstemperatur sein. Immer wieder sorgten kleine Nickeligkeiten und ein hartes Einsteigen für Spielunterbrechungen. Chancen blieben bis zum Ende rar, aber nicht ganz ungefährlich. Zweimal musste Bastian Honnacker noch kräftig zupacken (68./74.), auf der anderen Seite brachte David Meister nach kongenialem Zuspiel seines Spielführers das Leder nicht im Tor unter (76.).

Fazit:
Kein schönes Spiel. Das Remis ist aufgrund der etwas besseren Leistung im zweiten Abschnitt okay. Grobe Fehlentscheidung gab es nicht. Jetzt kann man über Ostern Kraft tanken. Danach geht es gegen Arrenberg weiter.

Besondere Vorkommnisse:
Das Spiel wurde eigentlich wegen Verspätung auf 2x35 Minuten verkürzt.
Letztendlich ließ der Schiedsrichter ganze 79 Minuten spielen.
(Halbzeit eins: 37 Minuten / Halbzeit zwei 42 Minuten). Anpassung des Berichts.

Startaufstellung

Bastian Honnacker, Marius Swieca, Alexander Reuter, Sebastian Hahn, Franz Krassa, Andreas Schellenberg, Rafael Kubitza, David Meister, Arthur Polit, Serkan Karademir, Carsten Leu

Auswechselungen

MinuteAusgewechseltEingewechselt
60'Carsten LeuPascal Geiermann
77'Serkan KarademirTimo Heinrichs

Torschützen

MinuteSpielstandTorschütze
11'1:0FC Golinar W'tal
41'1:1Alexander Reuter

Spielberichte:

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