VfL Velbert 94 - RW Ostersbaum 6:2

Ligaspiel, 12.07.2019 20:00

Spielbericht

Zum letzten Spieltag vor der Sommerpause empfing der VfL als Tabellendritter den Verfolger Rot-Weiss Ostersbaum (Platz vier), der nur drei Punkte Rückstand aufzuweisen hatte. Auch für dieses wichtige Spiel konnte der VfL auf nur 13 Spieler zurückgreifen. Tobias Fischer (nach intensivem Training beim Hauptclub) und Neuzugang André Brebeck waren dadurch für die zweite Halbzeit geplant. VfL-Kopf sowie Strippenzieher Thorsten Vössing kündigte schon beim Training in der Vorwoche an, dass Veränderungen im sportlichen Bereich ernst genommen werden sollten. Aufgrund der enormen Mehrfachbelastungen positioniert sich Vössing erstmal bis zur Winterpause in den gewohnten Hintergrund des Clubs. Den sportlichen Teil übernimmt die Mannschaft selbst. In einem 3-5-2-System blies das VfL-Horn zur Attacke. Vor Carsten Demmig fanden sich Carsten Leu, Daniel Gladbach und Andreas Schellenberg wieder, da erneut kein Verteidiger anwesend war. Im Mittelfeld von links nach rechts begannen Alexander Reuter, Sturmtank Timo Heinrichs, Serkan Karademir und Carsten Rose. Hinter den beiden Stürmern Pascal Geiermann und nun David Meister agierte Benjamin Sailer.

Die Gäste aus Linde besaßen weitaus andere Probleme und traten mit einem weitaus älteren Kader sogar in Unterzahl gegen die Nevigeser an. In Führung gingen dann auch die Gäste, die eine Verkettung von Nevigeser Fehlern nutzten. Nach einem überflüssigem Foul knallte der folgende 30-Meterfreistoß an ein Abwehrbein. Gegen die Richtung von Carsten Demmig rollte das Leder dann über die Linie - 0:1 (2.). Ostersbaum igelte sich ein und setzte, wenn es möglich war, vereinzelt Nadelstiche. Eine halbe Stunde lang übten die Domstädter Druck aus. Nach der ersten gefährlichen Annäherung machten sie es im zweiten sowie dritten Anlauf besser und kippten das Spiel. Zunächst schickte Sailer Meister auf die Reise, der nur noch für Reuter querlegen musste (1:1/12.). Siebzehn Minuten später fanden sich erneut die sehr auffälligen Sailer und Meister wieder. Meister bediente Sailer am Fünfmeterraum, der sich drehte und das Leder wuchtig sowie halbhoch in die Maschen drosch - 2:1 (29.). Genialität und Wahnsinn wechselten sich zumindest nicht nur bei Meister an diesem Abend ab. Auf der einen Seite besaß der flexible VfL-Akteur geniale Momente zum Tor oder Assist, auf der anderen Seite einfach nur Torwandschiessen ohne Löcher (33./37.). Eine Minute später blitzte dann erneut diese fußballerische Fähigkeit auf. Nach Sailers Solo und Zuspiel vom Flügel aus wuchtete Meister das Leder im Fallen ins untere Eck - 3:1 (38.). Gegen den angeschlagenen Gast musste die Elf vom Waldschlößchen trotzdem auf der Hut sein, ließ aber Brandherde zu. Zweimal überrumpelten die Gäste den nicht gerade wachsamen VfL in der Defensive. Schlussmann Demmig verhinderte durch starke Paraden schlimmeres (31./35.).

Im zweiten Abschnitt kamen Brebeck und Fischer in die Partie. Im Laufe der Begegnung wechselte der VfL gegen zehn Gegner gar fünfmal, blieb zwar tonangebend, ließ aber eine frühe Entscheidung lange liegen. Karademir und Sailer scheiterten binnen drei Minuten aus sehr guter Entfernung am Pfosten (43./46.). Erst eine Viertelstunde Stunde vor Schluss sorgte der VfL für eine Vorentscheidung. Erneut bediente Sailer in der Box David Meister, der den Schluffen einfach hinhielt und auf 4:1 erhöhte (65.). Zuvor und danach musste VfL-Schlussmann Demmig mehrfach als nur einmal parieren. Immer wieder verhinderte das Ausnahmetalent den Einschlag und bügelte die Klöpse seiner Vorderleute aus (59./61./69.). Auch der VfL blieb ebenfalls vor dem Tor wortkarg. Neben Brebecks Unpräzision (66.) zeigte Meister erneut den Wahnsinn und ließ Hochkaräter liegen (48./66.). Irgendwann hatte Benjamin Sailer genug und zimmerte das Leder einfach so aus 40 Metern in die Maschen - 5:1 (70.). Als nur eine Minute später VfL-Schlussmann erneut zu einer Glanztat applaudierten, schaffte es Ostersbaum im zweiten Anlauf über die Linie zu bringen. Aus fünf Metern guckten viele Akteure nur zu, wie das 5:2 fiel (72.). Mit dem Schlusspfiff erzielte Sailer den 6:2-Endstand. Nach Doppelpass mit Karademir nagelte dieser das Leder unhaltbar in die Maschen (80.). Somit übersommert der VfL auf einen Aufstiegsplatz, da der Zweitplatzierte WSW II nicht aufsteigen darf. DER Abstand auf die Konkurrenz ist relativ groß.

Fazit: der Sieg geht auf jeden Fall okay. Auch wenn es schleppend von draußen aussah, wär mehr drin gewesen. Aber nicht nur heute hat man gesehen, dass der VfL sportlich gealtert ist. Platz drei spricht eigentlich das Gegenteil. Das ist aber ein Teamsport. Dann fällt sowas manchmal nicht auf. Die Stadtliga wird sowas anders beantworten.

Startaufstellung

Carsten Demmig, Carsten Leu, Andreas Schellenberg, Daniel Gladbach, Alexander Reuter, Serkan Karademir, Timo Heinrichs, Carsten Rose, Benjamin Sailer, David Meister, Pascal Geiermann

Auswechselungen

MinuteAusgewechseltEingewechselt
41'Timo HeinrichsTobias Fischer
41'Carsten RoseAndré Brebeck
62'Pascal GeiermannTimo Heinrichs
66'Andreas SchellenbergCarsten Rose
75'Daniel GladbachPascal Geiermann

Torschützen

MinuteSpielstandTorschütze
2'0:1RW Ostersbaum
12'1:1Alexander Reuter
29'2:1Benjamin Sailer
38'3:1David Meister
65'4:1David Meister
70'5:1Benjamin Sailer
72'5:2RW Ostersbaum
80'6:2Benjamin Sailer

Spielberichte:

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